von Markus Winand.

Die Where-Klausel


Im vorigen Kapitel haben wir die Struktur eines Indexes untersucht und die Ursachen für langsame Indizes kennengelernt. Im nächsten Schritt betrachten wir, wie man diese Ursachen in SQL-Anweisungen erkennen und vermeiden kann. Dazu beginnen wir mit der where-Klausel.

Die where-Klausel drückt die Suchbedingungen einer SQL-Anweisung aus und fällt damit in die Kernkompetenz eines Indexes: Daten schnell zu finden. Doch obwohl die where-Klausel großen Einfluss auf die Performance hat, wird sie oft sorglos formuliert, sodass ein großer Indexbereich durchsucht werden muss. Das heißt, eine schlecht formulierte where-Klausel liefert die erste Zutat für eine langsame Abfrage.

Dieses Kapitel erklärt, wie sich die verschiedenen Operatoren auf die Indexnutzung auswirken und wie man sicherstellt, dass ein Index von möglichst vielen Abfragen genutzt werden kann. Zum Abschluss werden häufige Fehler vorgestellt und Alternativen aufgezeigt.

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Inhalt

  1. Der Gleicheheitsoperator — Exakte Bedingungen

    1. Primärschlüssel — Indexnutzung kontrollieren

    2. Zusammengesetzte Schlüssel — Mehrspaltige Indizes

    3. Langsame Indizes, Teil II — Die erste Zutat, nochmals

  2. Funktionen — Funktionen in der where-Klausel

    1. Groß- und Kleinschreibung ignorierenUPPER und LOWER

    2. Benutzerdefinierte Funktionen — Grenzen der Indizierbarkeit

    3. Über-Indizierung — Vermeide Redundanzen

  3. Parametrisierte Abfragen — Für Sicherheit und Performance

  4. Nach Bereichen Suchen — Jenseits der Gleichheit

    1. Größer, Kleiner und BETWEEN — Beachte die Spaltenreihenfolge

    2. SQL LIKE Filter IndizierenLIKE ist keine Volltextsuche

    3. Indizes kombinieren — Warum nicht einen Index für jeder Spalte?

  5. Partielle Indizes — Ausgewählte Zeilen indizieren

  6. NULL in der Oracle Datenbank — Eine wichtige Kuriosität

    1. NULL im Index — Jeder Index ist ein partieller Index

    2. NOT NULL Constraints — beeinflussen die Indexnutzung

    3. Partielle Indizes emulieren — mit funktions-basierter Indizierung

  7. Verstümmelte Bedingungen — Verbreitete Anti-Pattern

    1. Datums-Typen — verursachen viele Probleme

    2. Numerische Strings — Mische die Typen nicht

    3. Spalten zusammenfügen — und redundante where-Klauseln

    4. Schlaue Logik — Der schlauste Weg SQL langsam zu machen

    5. Mathematik — Datenbanken lösen keine Gleichungen

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Über den Autor

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Markus Winand lehrt effizientes SQL – inhouse und online. Er minimiert die Entwicklungszeit durch modernes SQL und optimiert die Laufzeit durch schlaue Indizierung – dazu hat er auch das Buch SQL Performance Explained veröffentlicht.

„Use The Index, Luke!“ von Markus Winand ist unter einer Creative Commons Attribution-Noncommercial-No Derivative Works 3.0 Unported License lizenziert.
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